E Ride Pro Mini im Test: Das kompakte E-Bike, das über seine Gewichtsklasse hinausragt

Bei den meisten Gesprächen über elektrische Dirtbikes geht es vor allem um rohe Kraft und Höchstgeschwindigkeit, doch das ist nur die halbe Wahrheit. Für jüngere Fahrer, die gerade vom Fahrrad auf das Motorrad umsteigen, oder für erfahrene Erwachsene, die auf der Suche nach dem perfekten Pitbike sind, sind Proportionen und eine gut dosierbare Leistung genauso wichtig wie die Spitzenleistung. Das E Ride Pro Mini wurde genau unter diesen Gesichtspunkten entwickelt – eine verkleinerte Maschine, bei der die technischen Kernkompetenzen der Plattform voll zum Tragen kommen.

Während die SR in voller Größe auf pure Leistung setzt, legt die Mini den Schwerpunkt auf Präzision, Fahrsicherheit und Zugänglichkeit. Hier erfahren Sie, warum sie der klügste Einstieg in das elektrische Offroad-Fahren sein könnte.

Stromversorgung: Schnell, aber nicht beängstigend

Der Mini verfügt über einen Motor mit einer Spitzenleistung von 6 kW, der ein Drehmoment von 210 N·m an den Rädern liefert – genug, um in nur 3 Sekunden aus dem Stand auf 48 km/h zu beschleunigen, bei einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 75 km/h. Diese Werte sind wirklich beeindruckend, doch dank der Gasannahme bleibt das Fahrverhalten dennoch gut beherrschbar. Die Leistung baut sich progressiv auf, anstatt aggressiv anzusteigen, was bedeutet, dass Fahranfänger Selbstvertrauen aufbauen können, ohne überrascht zu werden, während erfahrene Fahrer dennoch die volle Leistung abrufen können, wenn sie es wollen.

Akku und Reichweite: Ein austauschbarer Samsung-Akku

Eines der herausragenden praktischen Merkmale des Mini ist sein 60-V-Lithium-Akku von Samsung mit 30 Ah (1.800 Wh) – und dieser ist austauschbar. Das Aufladen von 20 % auf 90 % dauert etwa zwei Stunden, aber Fahrer mit einem Ersatzakku können eine Fahrt ohne Wartezeit unbegrenzt verlängern. Die Reichweite liegt bei über 65 km bei einer konstanten Geschwindigkeit von 32 km/h und steigt auf über 130 km bei einer gemächlichen Geschwindigkeit von 15 km/h, wobei beide Werte je nach Gelände und Fahrergewicht variieren.

Fahrwerk und Ergonomie: Für zwei Generationen konzipiert

Mit einem Gewicht von 49 kg bei einer Gewichtsgrenze von 137 kg ist der Mini leicht genug, um ihn durch enge Passagen zu manövrieren, und dennoch solide gebaut. Die Sitzhöhe von 680 mm ermöglicht es Fahrern, die auf einem Standard-Sur-Ron oder einer Talaria Schwierigkeiten haben, mit beiden Füßen flach auf dem Boden zu stehen, und die Kombination aus 14-Zoll-Vorderrad und 12-Zoll-Hinterrad sorgt auf technischen Strecken für präzises und reaktionsschnelles Kurvenverhalten.

Ein Detail, das besonders hervorzuheben ist: Das Mini verfügt über zwei Fußrastenpositionen – eine für Erwachsene und eine für jüngere Fahrer. Diese einfache Designentscheidung verlängert die Lebensdauer des Fahrrads erheblich. Es ist nicht schon nach einer Saison zu klein geworden.

Fahrwerk und Bremsen: Die richtige Ausstattung, keine nachträglichen Einfälle

Das Mini ist vorne und hinten mit dem einstellbaren FastAce-Sportfahrwerk ausgestattet – ein Name, der passionierten Offroad-Fahrern ein Begriff ist. Es meistert Sprünge und wurzelige Trails mit echter Gelassenheit und bietet nicht das steife, ruckartige Fahrgefühl, das bei preisgünstigen Jugendrädern üblich ist.

Die Bremsleistung wird durch mineralölhydraulische Scheibenbremsen (203 mm vorne, 180 mm hinten) mit regenerativer Bremsfunktion gewährleistet. Diese Konfiguration übertrifft die einfachen mechanischen Scheibenbremsen, mit denen die meisten Fahrräder dieser Größenklasse ausgestattet sind, und die Regenerationsfunktion sorgt bei Abfahrten für einen kleinen, aber spürbaren Reichweitengewinn.

Für wen ist es eigentlich gedacht?

Für Eltern beseitigt die Mini die üblichen Probleme, die das Motorradfahren für Jugendliche mit sich bringt: keine heißen Auspuffrohre in der Nähe der Beine, kein Mischen von Kraftstoff, keine Wartung des Vergasers und ein Geräuschpegel, der kein abgelegenes Grundstück erfordert. Es ist ein echtes Motorrad mit ordnungsgemäßer Sicherheitsausstattung, kein aufgemotztes Spielzeug.

Für Erwachsene ist es die perfekte Lösung für das Pitbike-Problem. Es passt in den Kofferraum der meisten SUVs oder auf die Ladefläche eines Pick-ups ohne Anhänger, wird elektrisch betrieben und bietet genug Geschwindigkeit und Drehmoment, um auch dann noch Spaß zu machen, wenn der Reiz des Neuen längst verflogen ist.

Der E Ride Pro Mini besetzt eine spezifische, aber bisher vernachlässigte Nische – und das macht er sehr gut.